Finance Watch veröffentlicht seinen Jahresbericht für 2025

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Der Jahresbericht von Finance Watch für 2025 liefert einen Überblick über zentrale Aktivitäten der Organisation sowie von ihr erzielte Ergebnisse im Berichtsjahr 2025. Zudem stellt der Bericht die Entwicklung der Mitgliederbasis und des Teams dar.

2025 war von geopolitischen Spannungen und zunehmenden wirtschaftlichen Druckfaktoren geprägt, die sich auf die Finanzpolitik in ganz Europa ausgewirkt haben. Als zentrale Themen bestimmten Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und administrative Vereinfachung den Diskurs. Dementsprechend blieb weniger Raum für die Arbeit an Nachhaltigkeit, Belastbarkeit und sozialen Prioritäten.

Trotz dieser Herausforderungen ist Finance Watch seiner Mission treu geblieben, auf eine Finanzwirtschaft hinzuwirken, die der Gesellschaft dient.

Wir haben unsere Bemühungen auf Bereiche konzentriert, in denen unsere Expertise besonders wirksam ist: fairen und inklusiven Zugang zu essenziellen Finanzdienstleistungen zu unterstützen, verantwortungsbewusste Finanzströme zu fördern, die Stabilität des Finanzsystems zu stärken, zu guten Voraussetzungen für solide öffentliche Finanzierung beizutragen und die Auswirkungen der Digitalisierung auf Verbraucherinnen und Verbraucher und auf die Märkte zu beleuchten.

Im Jahr 2025 haben wir Forschungsarbeit, Analysen und Stellungnahmen zu Regulierungs- und Aufsichtsprozessen bereitgestellt. Angesichts allgemeinerer Tendenzen im wirtschaftlichen Diskurs betonte Finance Watch, wie wichtig es in Zeiten eines rapiden technologischen und wirtschaftlichen Wandels ist, Wettbewerbsfähigkeit in Weisen anzustreben, die Stabilität, Umweltschutz und soziale Inklusion berücksichtigen.

Durch umfangreiche Veröffentlichungen und zeitnahe Outreach-Maßnahmen leisteten wir klare, evidenzbasierte Beiträge, um gesellschaftliche Interessen stärker in Debatten zu vertreten, in denen langfristig vorausschauendes Denken zunehmend von kurzfristigen Prioritäten verdrängt wird. Die Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern, Partnern aus der Zivilgesellschaft und wissenschaftlichen Sachverständigen war weiterhin stets ein Grundpfeiler unserer Arbeit.

Vor diesem Hintergrund richtete Finance Watch mit Stolz im Dezember das Finance for Society Forum aus – unsere alle zwei Jahre stattfindende Leitveranstaltung. Inmitten erneuter Forderungen nach Deregulierung bot das Forum eine wichtige Gelegenheit zum Austausch darüber, wie Finanzreformen Stabilität, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit unterstützen müssen. In aufschlussreichen Keynotes, kollaborativen Workshops und konstruktiven Diskussionen gingen die Teilnehmenden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Finanzwesen der Frage nach, wie sich Strategien besser aufeinander abstimmen lassen, um gemeinsam möglichst große Wirkung zu erzielen. Das Forum unterstrich erneut, wie wichtig es zur Wahrung des öffentlichen Interesses in Bezug auf finanzwirtschaftliche Regulierung ist, zusammenzuarbeiten und gemeinsam Ideen zu entwickeln.

Gegen Ende des Berichtsjahres 2025 bereiteten wir uns zudem auf einen wichtigen Führungswechsel vor. Nach einem sorgfältigen Auswahlprozess unter Leitung des Verwaltungsrats trat Isabelle Buscke am 1. Januar 2026 das Amt der Generalsekretärin an. Sie bringt langjährige Erfahrung im EU-Verbraucherschutz mit und ist bereits seit mehr als zehn Jahren als Mitgliedervertreterin bei Finance Watch aktiv. Mit Isabelles tiefgreifendem Verständnis unserer Mission und ihrem Engagement für das Gemeinwohl ist Finance Watch gut aufgestellt, um seine Prioritäten voranzutreiben.

In den nächsten Jahren wird die Zivilgesellschaft ambitionierte Strategien entwickeln müssen, um Deregulierungstrends entgegenzutreten. Finance Watch wird sich weiterhin unermüdlich mit sorgfältiger Recherchearbeit und transparentem Engagement dafür einsetzen, dass Europas Finanzsystem zum Wohlergehen der Menschen, zum Schutz der Umwelt und zu einer stabilen Zukunft beiträgt.

Lesen Sie den Bericht (auf Englisch)

Alleine hätten wir es nicht geschafft! Wir danken unseren Mitgliedern und allen Spenderinnen und Spendern für ihre treue Unterstützung. Im Jahr 2025 hat Finance Watch mit mehr als 100 Mitgliedern aus mehr als 20 europäischen Ländern zusammengearbeitet, um öffentliche Interessen in den Mittelpunkt europäischer Politikgestaltung zu stellen. 

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